Cap de Formentor – Mallorca
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Cap de Formentor –
das Ende der Welt im Norden Mallorcas

Europas malerischste Halbinsel: Serpentinen über dem Meer, ein Leuchtturm am Rand der Welt und das türkisklarste Wasser Mallorcas am Platja de Formentor.

10 Min. Lesezeit Juni 2026 Norden · Formentor

Wichtigste Erkenntnisse

  • Cap de Formentor ist die nordöstlichste Halbinsel Mallorcas – 20 km lang, zwischen 200 und 384 Metern hoch, umgeben von senkrechten Steilküsten.
  • Die Serpentinenstraße PM-V-2211 führt auf 20 km zu einem der spektakulärsten Leuchttürme Europas (Baujahr 1863).
  • Die Platja de Formentor gilt als einer der schönsten Sandstrände Europas – türkisklares Wasser, von Pinien umrahmt.
  • Im Sommer (Juni–Oktober) ist die Straße zum Leuchtturm für Privatautos gesperrt – Shuttle-Bus ab Port de Pollença oder Platja de Formentor.
  • Das Mirador des Colomer ist der bekannteste Aussichtspunkt: 200 Meter senkrechte Felswand über dem Meer, spektakuläres Panorama.

Die Halbinsel Formentor ist ein Ort, der einem buchstäblich den Atem verschlägt – mehrmals. Zuerst auf der Fahrt, wenn die Serpentinenstraße über schwindelerregende Höhen führt und der Blick über das Meer und die Steilküsten alles andere vergessen lässt. Dann am Strand, dessen Türkisblau unwirklich schön ist. Und schließlich am Leuchtturm, wo Mallorca endet und nur noch Himmel und Meer sind.

Cap de Formentor – Mallorca
Cap de Formentor – am nördlichsten Zipfel Mallorcas treffen Tramuntana und Mittelmeer aufeinander
Cap de Formentor – Mallorca

Cap de Formentor aus der Luft – Steilküsten, Serpentinen und der Leuchtturm am Ende der Halbinsel (YouTube)

Die Fahrt: Serpentinen und Mirador des Colomer

Die Straße PM-V-2211 startet im Port de Pollença und führt auf einer Länge von 20 Kilometern durch die gesamte Halbinsel. Die ersten Kilometer sind fast flach, dann kommt der erste große Anstieg.

Der Mirador des Colomer, etwa 7 km vom Ausgangspunkt, ist der erste absolute Höhepunkt: Auf einer Aussichtsplattform steht man auf 200 Meter Höhe direkt über senkrechten Felswänden. Der Felsturm „Es Colomer“ in der Meerestiefe und die Kulisse der Tramuntana-Küste sind eines der bekanntesten Panoramas der Insel.

Weiter auf der Straße: Kurven, Abgründe, Pinien und immer wieder Blicke auf das Meer auf beiden Seiten. Im Sommer ist die Strecke ab Platja de Formentor für Privatautos gesperrt – Shuttle-Bus Pflicht.

Cap de Formentor – Mallorca
Die Serpentinenstraße auf Formentor – Abgründe, Pinien und Weitblick auf zwei Meeresseiten
Mirador des Colomer: 200 Meter senkrechter Fels. Darunter das Meer. Daneben Mallorca. Das ist Formentor.

Platja de Formentor – einer der schönsten Strände Europas

Auf halber Strecke der Halbinsel öffnet sich eine Bucht, die so perfekt aussieht, dass man denkt, jemand hätte sie erfunden. Die Platja de Formentor ist ein 1,5 km langer Strand mit weißem Feinsand und einem Wasser in einem Türkis, das auch bei bewölktem Himmel leuchtet.

Der Strand wird von alten Pinien umrahmt, die bis an den Sand reichen – natürlicher Schatten ohne künstliche Schirme. Das 5-Sterne Hotel Formentor blickt auf die Bucht; Winston Churchill und Audrey Hepburn waren Gäste. Die Atmosphäre ist elegant, aber zugänglich.

Im Sommer startet auch ein Shuttle-Boot von Port de Pollença direkt an den Strand – entspannter als die Busfahrt, und die Perspektive vom Meer aus auf die Halbinsel ist zusätzlich schön.

Cap de Formentor – Mallorca
Platja de Formentor – von Pinien gesäumter Traumstrand, einer der schönsten in ganz Europa

Der Leuchtturm am Ende der Welt

Am Ende der Halbinsel, auf 384 Metern Höhe, steht der Faro de Formentor – ein Leuchtturm aus dem Jahr 1863. Der Weg dorthin führt durch das abgelegenste Stück der Halbinsel; die letzten Serpentinen sind eng und die Felswände beeindruckend.

Der Leuchtturm selbst hat ein kleines Café und einen Souvenirladen. Von hier aus sieht man auf klare Tage Menorca am Horizont – und auf außergewöhnlich klare Tage sogar die Küste des südfranzösischen Festlands.

Das Gefühl am Leuchtturm ist schwer zu beschreiben: Man steht an der Nordspitze einer Felsnadel, auf allen Seiten das Meer. Mallorca endet hier. Es gibt keinen Grund weiterzufahren – und genau das macht die Ankunft so besonders.

StandortInfo
Mirador des Colomer7 km ab Port de Pollença, 200m Höhe, Hauptparkplatz
Platja de Formentor11 km ab Port de Pollença, Kiosk, Liegen, Parkplatz
Faro de Formentor20 km ab Port de Pollença, 384m, Café
Shuttle-BusAb Juni von Port de Pollença & Strand (Privatautos gesperrt)
Shuttle-BootAb Port de Pollença direkt zum Strand (saisonal)

Praktische Tipps

  • Frühzeitig aufbrechen: Vor 9 Uhr am Strand, sonst voll
  • Shuttle-Bus: Im Sommer Pflicht ab Platja de Formentor – praktisch und entspannend
  • Mirador des Colomer: Nicht überspringen – einer der besten Aussichtspunkte Mallorcas
  • Beste Reisezeit: Mai–Juni, September–Oktober (weniger Andrang, gleiche Schönheit)
  • Kombination: Pollença + Formentor = perfekter Nordtag
  • Wasser: Am Leuchtturm und auf den Serpentinen kein Kiosk – Proviant mitnehmen

Cap de Formentor in Bildern

FAQ – Häufige Fragen

Im Sommer (Juni–Oktober) ist die Straße ab der Platja de Formentor für Privatautos gesperrt. Bis zum Strand und zum Mirador des Colomer ist freie Durchfahrt. Ab dem Strand zum Leuchtturm nimmt man den Shuttle-Bus oder das Shuttle-Boot ab Port de Pollença.

Der Mirador des Colomer ist ein Aussichtspunkt auf halbem Weg zur Spitze, auf ca. 200 Metern Höhe direkt über senkrechten Felswänden. Es ist einer der spektakulärsten Aussichtspunkte Mallorcas – unbedingt anhalten.

Im Mai–Juni und September–Oktober ist der Strand deutlich ruhiger. Im Hochsommer (Juli–August) vor 9 Uhr anreisen oder den Shuttle-Boot-Ausflug ab Port de Pollença wählen – dann kommt man mit dem Boot und spart den Stau.

Ja – bei klarem Wetter ist Menorca vom Faro de Formentor aus sichtbar. An Ausnahmetagen soll sogar die südfranzösische Küste erkennbar sein. Ein Fernglas lohnt sich.

Der Shuttle-Bus fährt saisonal ab Port de Pollença; die Preise sind moderat. Genauere Informationen und aktuelle Fahrpläne beim Tourismusbüro Pollença oder auf der offiziellen Busseite nachfragen, da sie sich jährlich ändern können.

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