Es Pontàs –
das Felsentor bei Cala Santanyí
Ein 25 Meter hoher natürlicher Steinbogen, über Jahrtausende vom Meer geformt – Es Pontàs ist eines der meistfotografierten Wahrzeichen Mallorcas.
Wichtigste Erkenntnisse
- Es Pontàs ist ein rund 25 Meter hoher natürlicher Steinbogen an der Südostküste zwischen Cala Santanyí und Cala Llombards.
- Der Aussichtspunkt ist in 10–15 Minuten zu Fuß vom kostenlosen Parkplatz in Cala Santanyí erreichbar – festes Schuhwerk ist Pflicht.
- Beste Besuchszeit ist Sonnenauf- oder Sonnenuntergang, wenn das Licht den Felsen in warme Farben taucht.
- International bekannt wurde der Ort durch den Kletterer Chris Sharma, der hier eine der schwierigsten Psicobloc-Routen der Welt eröffnete.
- Der Ausflug lässt sich perfekt mit einem Strandbesuch oder einem Bummel durch Cala Figuera verbinden.
Wer die Küste von Mallorca erkundet, stößt früher oder später auf eines der eindrucksvollsten Naturschauspiele der Insel: Es Pontàs. Dieses natürliche Felsentor im Südosten erhebt sich majestätisch aus dem türkisfarbenen Meer. Der Name stammt aus dem Katalanischen und bedeutet „die große Brücke“ – über Jahrtausende hat die Erosion diesen einzigartigen Steinbogen geformt.
Es Pontàs im Abendlicht – das Felsentor, die Steilküste und die Kletterszene am Bogen (YouTube)
Wo liegt Es Pontàs und wie kommt man hin?
Der Felsbogen liegt im Gemeindegebiet von Santanyí, etwa 55–60 Kilometer von Palma entfernt – rund 50–60 Minuten Fahrzeit über die Ma-19 Richtung Süden und weiter nach Cala Santanyí. Für die Navigation eignet sich „Mirador Es Pontàs“ oder „Cala Santanyí Parkplatz“.
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist der Ort schwer erreichbar; Busse fahren bis Santanyí oder Cala d’Or, von dort braucht es Taxi oder Mietwagen. Die meisten Besucher reisen daher mit dem eigenen Fahrzeug an.
Morgens in warmen Goldtönen, abends rötlich gegen den Himmel – das Licht macht Es Pontàs zum Fotografenparadies.
Der Wanderweg zum Aussichtspunkt
Ausgangspunkt ist der kostenfreie Parkplatz an der Straße „Carrer de sa Cova d’es Vell Mari“ in Cala Santanyí. Ein kurzes Asphaltstück führt durch ein ruhiges Wohngebiet, dann wechselt der Untergrund auf einen breiten Schotter- und Erdweg entlang der Küste mit ersten Meerblicken.
Die Gehzeit beträgt etwa 10–15 Minuten je Strecke. Das Gelände an der Steilküste ist steinig und teils rutschig – feste, geschlossene Schuhe sind unbedingt zu empfehlen. Der Aussichtspunkt selbst ist ein kleiner, leicht umzäunter Platz ohne Infrastruktur.
| Aspekt | Empfehlung |
|---|---|
| Beste Tageszeit | Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang |
| Brennweite | Weitwinkel für Gesamtansicht, Tele für Details |
| Besonderheit | Gegenlicht erzeugt dramatische Silhouetten |
| Technik | Langzeitbelichtung für weiches Wasser |
| Sicherheit | Abstand zur Kliffkante, nicht auf lose Felsen |
Es Pontàs und Psicobloc – Klettern über dem Meer
Psicobloc, auch Deep-Water-Soloing genannt, ist eine Kletterart ohne Seil, bei der das Meer bei einem Sturz als natürlicher Fallschutz dient. Es Pontàs ist einer der berühmtesten Spots weltweit für diese extreme Disziplin.
Bekannt wurde der Ort, als der amerikanische Kletterer Chris Sharma Mitte der 2000er eine Route durch den Bogen eröffnete – sie gilt als eine der härtesten Psicobloc-Linien der Welt. Diese Routen sind ausschließlich für Profis; Urlauber beobachten das Schauspiel besser aus sicherer Distanz.
Niemals ohne Erfahrung ins Wasser springen – die Strömungen und Wellen rund um die Felsen sind unberechenbar. Drohnen nur unter Beachtung der spanischen AESA-Vorschriften fliegen lassen.
Entstehung und Ausflugsziele in der Umgebung
Geologisch entstanden die Kalksteinschichten vor etwa 20 Millionen Jahren im Miozän. Über Jahrtausende spülte das Meer weichere Schichten heraus und formte den Bogen. Solche Brandungstore sind vergänglich – das Azure Window auf Malta stürzte 2017 ein. Genießen Sie das Naturmonument daher aus sicherer Distanz.
Der Besuch lässt sich gut kombinieren: Cala Santanyí (Sandstrand, Badestopp), Cala Llombards (Klippen und Pinien), das Fischerdorf Cala Figuera und der größere Ferienort Cala d’Or liegen alle in der Nähe.
- Cala Santanyí: heller Sand, Restaurants, Badestopp nach der Wanderung
- Cala Llombards: geschützte Bucht, Schnorcheln, Strandbar
- Cala Figuera: traditionelles Fischerdorf mit Naturhafen
- Eintritt: Aussichtspunkt und Zugang sind frei
◎ Es Pontàs in Bildern
Zum Vergrößern klicken — Fotos © Mallorca Reiseführer
FAQ – Häufige Fragen
Wie lange sollte ich für den Besuch einplanen?
Etwa 1–2 Stunden, inklusive Anfahrt, Parkplatzsuche, dem 10–15-minütigen Fußweg je Richtung und Zeit für Fotos und die Aussicht. Wer mit einem Strandaufenthalt kombiniert, plant entsprechend mehr Zeit ein.
Kann man Es Pontàs vom Wasser aus sehen?
Ja – je nach Saison werden Bootsausflüge, Kajak- oder SUP-Touren von Cala Santanyí oder Cala d’Or angeboten, die eine einzigartige Perspektive vom Meer aus ermöglichen.
Ist der Weg kinderwagengerecht?
Der letzte Abschnitt führt über Schotter und unebenes Gelände – für Kinderwagen nur bedingt geeignet. Für Kleinkinder empfiehlt sich eine Tragehilfe; ältere Kinder bewältigen den Weg gut unter Aufsicht.
Gibt es Eintrittsgebühren?
Der Aussichtspunkt und der Zugang sind frei. In Strandnähe können je nach Saison Parkgebühren anfallen, die meisten Stellplätze in den Wohngebieten sind jedoch kostenlos.
Darf man Drohnen über Es Pontàs fliegen?
Die Drohnennutzung unterliegt strengen Regeln der spanischen Luftfahrtbehörde AESA. Über Menschenansammlungen und in Naturschutzgebieten ist das Fliegen meist untersagt – vorab die aktuellen Vorschriften prüfen.
Es Pontàs – Auf einen Blick
- LageSüdosten, Santanyí
- Höheca. 25 m
- Entfernung Palmaca. 60 km
- Zugang10–15 Min. Fußweg
- Eintrittfrei
- Beste ZeitSonnenauf-/untergang
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