Santuari Sant Salvador –
Klosterberg über dem Südosten
Auf 509 Metern thront das Wallfahrtskloster über Felanitx – mit barocker Kirche, monumentaler Christusstatue und einem Panorama von der Tramuntana bis nach Cabrera.
Wichtigste Erkenntnisse
- Das Santuari de Sant Salvador liegt auf dem 509 m hohen Puig de Sant Salvador, rund 4 km südöstlich von Felanitx.
- Die Anlage umfasst eine barocke Wallfahrtskirche, das ehemalige Kloster mit Restaurant und Gästezimmern, die 37 m hohe Christusstatue Cristo Rey und das Steinkreuz Es Picot.
- Von oben öffnet sich ein Rundumpanorama von der Serra de Tramuntana bis zur Insel Cabrera – bei klarer Sicht bis zum Cap de Formentor.
- Erreichbar ist der Berg mit dem Auto über eine 7 km lange Serpentinenstraße, mit dem Rad (rund 500 Höhenmeter) oder zu Fuß über den Cami Vell.
- Im ehemaligen Kloster kann man übernachten – einfache Zimmer in den früheren Mönchszellen, dazu ein Restaurant mit Terrasse.
Das Santuari Sant Salvador thront auf dem 509 Meter hohen Puig de Sant Salvador im Südosten Mallorcas und zählt zu den eindrucksvollsten Aussichtspunkten der Insel. Der Klosterberg bei Felanitx verbindet jahrhundertealte Geschichte mit spektakulären Panoramablicken – von der Tramuntana im Nordwesten bis zur Insel Cabrera im Süden.
Santuari Sant Salvador – das Bergkloster, die Cristo-Rey-Statue und das Gipfelpanorama (YouTube)
Lage und Überblick
Der Berg gehört zur Gebirgskette Serres de Llevant und gilt als wichtigster Wallfahrtsort der Region. Die Klosteranlage wirkt von weitem wie ein Schwalbennest, das sich an den Hang schmiegt.
Das Gelände umfasst mehrere markante Bauwerke: die barocke Wallfahrtskirche mit gotischen Elementen, das ehemalige Kloster mit Restaurant und Gästezimmern, die 37 Meter hohe Christusstatue auf einem Turm und das Steinkreuz Es Picot auf einem Felsvorsprung.
Von außen wirkt die Anlage eher wie eine Festung als ein Kloster – Zeugnis der Jahrhunderte als Zufluchtsort.
Geschichte des Heiligtums
Die Geschichte reicht ins 14. Jahrhundert zurück, als die ersten Eremiten in einer Höhle am Berg lebten. 1342–1348 erlaubte König Pedro IV. den Bau einer Kapelle zum Schutz vor der Pest. Im 15. Jahrhundert entstand ein gotisches Retablo von Pere Marçol.
Zwischen 1707 und 1716 erfolgte die barocke Umgestaltung. 1934 wurde das Marienbild gekrönt und das Cristo-Rey-Denkmal errichtet. Bis 1992 betreuten Mönche die Anlage, danach übernahmen zwei mallorquinische Familien Restaurant und Gästezimmer. Sonntags- und Feiertagsmessen finden weiterhin statt.
| Richtung | Sichtbare Ziele |
|---|---|
| Norden | Ebenen bis Inca, Alcúdia und Pollença |
| Nordwesten | Serra de Tramuntana |
| Osten | Küstenlinie und Porto Colom |
| Süden/Südosten | Das Meer und der Archipel Cabrera |
| Bei klarer Sicht | bis zum Cap de Formentor |
Cristo Rey, Es Picot und die Kunstschätze
Wenige Gehminuten vom Kloster steht das monumentale Cristo-Rey-Denkmal: eine 7 Meter hohe Christusfigur auf einem etwa 37 Meter hohen Turm, 1934 von Tomás Vila entworfen. Auf dem Felsvorsprung Es Picot erhebt sich seit 1957 ein rund 14 Meter hohes Steinkreuz mit der Inschrift „Brüder, diese Arme sind immer für alle geöffnet“.
Im Inneren der Kirche beeindruckt der barocke Hauptaltar des valencianischen Künstlers Pere Codonyer. Eine Musik- und Lichtshow (Eintritt ca. 2 €) erzählt die Geschichte des Heiligtums. Im Eingangsbereich erinnern Trikots von Radsportlern an die enge Verbindung des Aufstiegs zum Radsport.
Auch an warmen Tagen lohnt eine Windjacke: Auf 509 Metern Höhe weht oft eine kühle Brise. Ein Fernglas hilft beim Blick nach Cabrera und zum Cap de Formentor.
Anfahrt und Übernachtung
Mit dem Auto führt die kurvige Straße MA-4011 über etwa 7 Kilometer den Berg hinauf (10–15 Minuten ab Felanitx); Parkplätze gibt es oben am Kloster. Der Aufstieg ist eine beliebte Radstrecke mit nahezu 500 Höhenmetern. Zu Fuß führt der historische Cami Vell mit 13 Kreuzwegstationen in 1,5–2 Stunden hinauf, markiert mit rot gepunkteten Wegpfosten.
Seit 1992 betreiben zwei Familien das ehemalige Kloster als Gästehaus mit Restaurant. Die Zimmer – teils frühere Mönchszellen – sind einfach, aber modern mit eigenem Bad. Das Restaurant bietet typische mallorquinische Küche und eine Terrasse mit Aussicht. Vor- und Nachsaison sind für Übernachtungen besonders empfehlenswert.
- Auto: MA-4011, 7 km Serpentine, Parkplatz oben
- Rad: ~500 Höhenmeter, Klassiker für Rennradfahrer
- Zu Fuß: Cami Vell, 1,5–2 Std., mittelschwer, feste Schuhe, 1 L Wasser
- Übernachtung: ehem. Mönchszellen, früh reservieren
◎ Santuari Sant Salvador in Bildern
Zum Vergrößern klicken — Fotos © Mallorca Reiseführer
FAQ – Häufige Fragen
Kann man im Kloster übernachten?
Ja – das ehemalige Kloster wird von zwei mallorquinischen Familien als einfaches Gästehaus mit Restaurant betrieben. Die Zimmer sind in früheren Mönchszellen eingerichtet, einfach, aber mit eigenem Bad. Besonders für Wochenenden früh reservieren.
Wie kommt man mit dem Auto hinauf?
Über die Straße MA-4011 südlich von Felanitx, eine kurvige Serpentinenstraße von etwa 7 Kilometern (10–15 Minuten). Parkplätze gibt es direkt oben am Kloster; an Wochenenden kann es voll werden. Rücksicht auf Radfahrer nehmen.
Wie anspruchsvoll ist die Wanderung über den Cami Vell?
Der historische Pilgerweg ist mittelschwer und dauert 1,5–2 Stunden für den Aufstieg. Er führt an 13 Kreuzwegstationen vorbei und ist mit rot gepunkteten Pfosten markiert. Feste Schuhe und mindestens 1 Liter Wasser sind nötig.
Was kostet die Musik- und Lichtshow?
Die Show in der Kirche, die die Geschichte des Heiligtums darstellt, kostet etwa 2 Euro und bietet einen stimmungsvollen Einblick in die sakrale Kunst.
Wann ist die beste Besuchszeit?
Frühjahr (März–Mai) und Herbst (September–November) sind ideal: angenehme Temperaturen, klare Sicht und weniger Trubel. Im Sommer nur früh morgens oder spät nachmittags wegen der Hitze.
Santuari Sant Salvador – Auf einen Blick
- LageSüdosten, Felanitx
- Höhe509 m
- BauwerkeKloster, Cristo Rey, Es Picot
- Cristo Rey37 m Turm (1934)
- AnfahrtAuto / Rad / Cami Vell
- Beste ZeitFrühjahr & Herbst
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